Fallstudie · eigenes SaaS-Produkt
Menu-Pro: wie wir ein mehrsprachiges SaaS-Produkt entwickelt haben
SaaS (Software as a Service) ist Software, die Kunden über das Internet nutzen, ohne sie selbst zu installieren oder zu betreiben. Menu-Pro, unser eigenes SaaS-Produkt für die Gastronomie, ist ein Praxisbeispiel für SaaS-Entwicklung: Gäste öffnen die Speisekarte per QR-Code in einer von acht Sprachen, Betriebe pflegen Gerichte und Angebote selbst. Ihr eigenes Produkt? Wir erstellen ein Festpreis-Angebot.
Ausgangslage
Die Idee hinter Menu-Pro: Gäste lesen die Speisekarte in ihrer eigenen Sprache, und der Betrieb ändert Gerichte und Preise, ohne neu drucken zu lassen.
Weil Menu-Pro ein Produkt für viele Betriebe ist und keine Einzelanfertigung, kamen Anforderungen dazu, die eine einfache Website nicht hat: Jeder Betrieb braucht eine eigene Karte, einen eigenen QR-Code und einen eigenen Zugang – und darf nur seine eigenen Daten sehen.
Menu-Pro sollte …
- im Browser laufen, ohne App-Installation für Gäste,
- die Karte in acht Sprachen anzeigen,
- von Betrieben selbst gepflegt werden können, auch per Excel,
- viele Betriebe sauber trennen – jeder sieht nur seine Daten,
- Angebote nur im gültigen Zeitraum zeigen.
Lösung
Was wir gebaut haben
Eine Gästeansicht für das Handy und ein Verwaltungsbereich, in dem jeder Betrieb seine Karte selbst pflegt.
QR-Code je Betrieb
Das System erzeugt für jeden Betrieb einen QR-Code. Gäste scannen ihn am Tisch, und die Karte öffnet sich im Browser.
Acht Sprachen
Deutsch, Englisch, Türkisch, Arabisch, Französisch, Russisch, Spanisch und Italienisch – automatisch übersetzt über den Google-Übersetzer.
Gerichte selbst pflegen
Betriebe legen Gerichte mit Bild an, ändern sie jederzeit und blenden ausverkaufte Gerichte mit einem Klick aus.
Excel-Import
Eine bestehende Karte lässt sich über eine Excel-Vorlage hochladen, statt jedes Gericht einzeln einzutippen.
Angebote mit Zeitraum
Tages- und Wochenangebote bekommen ein Start- und Enddatum und erscheinen nur, solange sie gelten.
Gästebewertungen
Gäste bewerten Gerichte mit ein bis fünf Sternen und Kommentar. Der Betrieb sieht Durchschnitt und Verteilung je Gericht.
Getrennte Mandanten
Viele Betriebe nutzen dieselbe Software, jeder mit eigenem Zugang. Daten anderer Betriebe sind nicht sichtbar.
Schutz vor Missbrauch
Sicherheits-Header im Browser und Rate-Limiting: höchstens fünf Anmeldeversuche pro Minute, auch Bewertungen sind begrenzt.
Was ein SaaS-Produkt von einer Website unterscheidet
Eine Website zeigt Inhalte. Ein SaaS-Produkt ist ein laufender Dienst: Viele Kunden teilen sich ein System, jeder pflegt seine Daten selbst, und der Anbieter betreibt und aktualisiert die Software für alle gleichzeitig.
Mandantenfähig heißt dabei: Die Daten der einzelnen Kunden – hier der Betriebe – sind strikt voneinander getrennt, obwohl alle dieselbe Anwendung nutzen. Diese Trennung, die Rollen und die Selbstpflege müssen von Anfang an mitgedacht werden. Nachrüsten ist deutlich aufwendiger.
In Vorbereitung: ein KI-Fotostudio, das Handyfotos von Gerichten zu Restaurantfotos aufbereitet. Auf menu-pro.de ist es als „kommt bald“ angekündigt und noch nicht freigeschaltet.
Bausteine, die jedes SaaS-Produkt braucht
- Mandantentrennung: jeder Kunde sieht nur seine Daten,
- Rollen: Verwaltung der Plattform und Zugang je Kunde,
- Selbstpflege: Kunden ändern Inhalte ohne Ihre Hilfe, auch per Import,
- Schutz vor Missbrauch: Grenzen für Anmeldeversuche und öffentliche Eingaben,
- zentraler Betrieb: ein Update erreicht alle Kunden gleichzeitig.
Kennzahlen
Das Projekt in Zahlen
Technik
Menu-Pro ist eine Python-Anwendung mit dem Web-Framework Flask. Die Datenbank wird über SQLAlchemy angesprochen, Excel-Dateien liest und schreibt openpyxl, Bilder liegen beim Speicherdienst Cloudinary. Talisman setzt die Sicherheits-Header, Flask-Limiter begrenzt Anfragen.
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Ein eigenes SaaS-Produkt planen?
Mandanten, Rollen, Selbstpflege und Abo-Logik kennen wir aus eigenen Produkten. So gehen wir bei Ihrem Vorhaben vor:
FAQ
Häufige Fragen
Wie funktioniert die Übersetzung in acht Sprachen?
Die Karte wird automatisch über den Google-Übersetzer übersetzt, sobald der Gast eine Sprache wählt. Der Betrieb pflegt seine Gerichte deshalb nur in einer Sprache; die Übersetzungen sind maschinell und nicht redaktionell geprüft.
Brauchen Gäste eine App, um die Karte zu öffnen?
Nein. Der QR-Code öffnet die Karte direkt im Browser des Handys, ohne Installation und ohne Kundenkonto.
Können Sie für uns ein eigenes SaaS-Produkt entwickeln?
Ja. Mandantentrennung, Rollen und Selbstpflege durch Ihre Kunden kennen wir aus Menu-Pro, Testphase und Abo-Logik aus Platzbuch. Nach einer kostenlosen Analyse erhalten Sie innerhalb von 48 Stunden ein Festpreis-Angebot.
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